1. Lenkungsgruppe
Als konstruktiv und harmonisch beschrieben die Teilnehmer des ersten Fusionstreffens ihren gestrigen Austausch unter der Leitung von Petra Reiber. Vertreter beider Verwaltungen (Westerland und Sylt-Ost) und der Personalräte waren auf ihre Einladung zusammengekommen, um die nächsten Schritte im Fusionsprozess miteinander abzustimmen. Zu den Mitgliedern der 18-köpfigen Lenkungsgruppe gehören neben Westerlands Bürgermeisterin ihr noch zu wählendes Pendant in Sylt-Ost, die beiden Büroleitenden Beamten Monika Kuhn (Westerland) und Joachim Rück (Sylt-Ost), als Vertreter der Personalräte Jürgen Ebert und Marina Modrzinski (Sylt-Ost), Frauke Bengsch und Jan Modrzinski (Westerland), Heike Budnik (Kommunales Liegenschafts-Management), für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Gabriele Gotthardt (Westerland) sowie die leitenden Mitarbeiter Bernd Neumann, Jürgen Scheil, Hans-Wilhelm Hansen und Ruth Weirup für Sylt-Ost und entsprechend Harro Johannsen, Wolfgang Knuth, Erik Ipsen und Joachim Schweitzer für Westerland. Petra Reiber betonte, es müsse bei der Zusammenlegung beider Verwaltungen gemeinsames Ziel sein, dass sich keiner der Beteiligten in diesem Prozess als Verlierer fühlt, weder auf politischer Seite noch auf Verwaltungs- bzw. Mitarbeiterebene.
2. Zeitplan
Ergebnisse aus einem vorangegangenen Gespräch mit der Kommunalaufsicht des Kreises Nordfriesland trugen die beiden Büroleitenden Beamten vor. Bestätigt ist der 1. Januar 2009 als verbindlicher Termin für die Fusion. Verhandlungsgrundlage sollte nach Auffassung Husums der seinerzeit diskutierte Fusionsvertragsentwurf sein (Stand: April 2006). Empfohlen wird ein schlankes Regelwerk, mögliche Problempunkte sollten in die Entscheidung einer neuen Vertretung fallen. Mit Wirkung vom 1. Januar 2009 verliert Westerlands Bürgermeisterin Petra Reiber ihr Amt ebenso, wie alle bis dahin gewählten Vertreter der Stadt Westerland und der Gemeinde Sylt-Ost. Stattdessen regelt bis zur Neuwahl (Kommunalwahl und Bürgermeisterwahl), die voraussichtlich im März 2009 stattfindet, ein vom Land bestellter Beauftragter die Amtsgeschäfte der neuen Kommune. Nach Aussage der Kommunalaufsicht spricht nichts gegen die Bestellung von Petra Reiber, sofern hierüber in beiden Kommunen Einigkeit besteht.
3. Verwaltungssitz
Eines der vordringlichsten Themen wird im weiteren Verlauf eine Aussage zum künftigen Verwaltungssitz sein. Hierzu arbeiten die Bauamtsleiter Jürgen Scheil und Wolfgang Knuth bereits gemeinsam an einer umfassenden Standortanalyse beider Alternativen, sprich Neubau auf dem Flughafengelände oder Ausbau/Erweiterung des Rathauses. Ergänzend werden die Mitarbeiter und die politischen Vertreter der Stadt Westerland zu einer Präsentation der Neubauplanung eingeladen, die im Juli terminiert ist. Bis Ende August strebt die Lenkungsgruppe eine Entscheidung über den künftigen Sitz der gemeinsamen Verwaltung an.
4. Amt oder nicht?
Von ebenso großer Bedeutung gestaltet sich die Frage, ob die neue Kommune amtsangehörig oder amtsfrei sein soll. Die sich daraus entwickelnden Konsequenzen u. a. auch für die verbleibenden Inselgemeinden müssen vor einer Beschlussfassung detailliert aufgearbeitet und abgewogen werden. In letzter Konsequenz liegt die Entscheidung hierüber beim Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein als oberster Kommunalaufsichtsbehörde.
5. Nächste Schritte
Unabhängig von diesen Formfragen packt die Lenkungsgruppe Fusion schon jetzt die ersten Aufgaben an. Ab sofort tauschen beide Verwaltungen ihre internen Stellenausschreibungen aus, Personalversammlungen zum Thema Fusion werden künftig miteinander abgehalten und ein gemeinsames Sommerfest ist auch schon in Planung. Durch verschiedene Maßnahmen sollen dabei insbesondere die Mitarbeiter über den laufenden Prozess informiert und aktiv mit einbezogen werden. Auf Amtsleiterebene wurde für die jeweiligen Zuständigkeitsbereiche eine gemeinsame Bestandsanalyse verabredet, um Überschneidungen und Unterschiede aufzuzeigen und daraus Optimierungsmöglichkeiten zu entwickeln.
6. Öffentlichkeitsarbeit
Die Kommunikation des Prozesses auf Verwaltungsebene zur Politik übernimmt ein vierköpfiges Koordinationsteam bestehend aus den beiden Bürgermeistern und Büroleitern. Die Öffentlichkeit wird mit regelmäßigen Presseinformationen auf dem Laufenden gehalten.
Westerland, 16. Juni 2008
Quelle: Stadt Westerland, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit