„Der Verwaltungssitz gehört ins Rathaus“
Umfrage unter Sylter Organisationen und Parteien ergab ein absolut einhelliges Meinungsbild
Sylt
Es scheint alles entschieden. Eine Umfrage unter Sylter Politikern und Vertretern von Interessenverbänden ergab gestern, dass der künftige insulare Verwaltungssitz im Westerländer Rathaus und nicht in einem Neubau auf dem Flughafengelände untergebracht werden soll. Die offiziellen Entscheidungen in den Stadt- und Gemeindevertretungen stehen allerdings noch aus.
Katja Petersen Mitglied der “Bürgern für Sylt als Einheit”: “Wir haben das zwar noch nicht abschließend ausdiskutiert, aber unsere Tendenz geht in Richtung Rathaus. Das ist zentral gelegen, für alle Bürger gut erreichbar und wir finden es ganz wichtig, dass das alte, denkmalgeschützte Gebäude so weiterhin vernünftig genutzt wird.”
Gerd Nielsen, Vorstandsmitglied des gemeinsamen SPD-Ortsvereins Sylt-Ost und Westerland: “Wir haben uns einstimmig für das Rathaus ausgesprochen. Ausschlaggebend dafür ist die kalkulierte Einsparung von rund sechs Millionen Euro im Vergleich zum Neubau auf dem Gelände am Flugplatz und auch die gute Erreichbarkeit des Rathauses als Mittelpunkt der neuen Großgemeinde. Ein weiteres gewichtiges Argument ist die nicht geklärte Nachfolgenutzung des Rathauses.”
Jörg Ipsen, Vorsitzender des gemeinsamen SWG-Ortsvereins Westerland und Sylt-Ost: “Wir vertreten die Meinung, dass der Verwaltungssitz im Rathaus sein sollte. Einmal aus Kostengründen und dann auch weil ein Verwaltungssitz nun mal ins Zentrum gehört.”
Wolfgang Jensen, Vorsitzender der Westerländer CDU-Fraktion: “Unsere Fraktion ist einstimmig für den Verwaltungssitz im Rathaus. Dafür sprechen die zentrale Lage und die Finanzen. Die bisher noch unübersichtliche Haushaltssituation lässt gar keine andere Entscheidung zu.
Maria Andresen, Fraktionsvorsitzende der Grünen (Westerland): “Wir sind zwar energiepolitisch von dem Neubau begeistert, sind aus Kostengründen aber trotzdem für den Verwaltungssitz im Rathaus. Wir fordern aber, dass die Energiebilanz des Gebäudes unbedingt verbessert werden muss.”
Jörn Hauke Hoppe, Vorsitzender der Sylter Unternehmer (SU) und Cathrin Greuel, Vorsitzende des SU-Fusionsausschusses: “Wenn es nach uns ginge, gäbe es auf die Frage nach dem künftigen Verwaltungssitz nur eine Antwort und die lautet “Rathaus”. Gerade für repräsentative Zwecke ist das jetzige markante Westerländer Rathaus aufgrund seines historischen Charakters ideal. Außerdem mahnt unser Verein unbedingt Maß zu halten und die Kosten keinesfalls aus den Augen zu verlieren. Schließlich wird sich die neue Gemeinde einigen großen finanziellen Herausforderungen zu stellen haben.”
Heinz Maurus (CDU), Leiter der Kieler Staatskanzlei: “So eine Entscheidung hängt im wesentlichen von den Kosten ab und wenn eine innerstädtische Lösung kostengünstiger ist, sollte man diese Variante vorziehen.”Der Westerländer SSW wird dieses Thema erst in der kommenden Fraktionssitzung beraten.
Der SSW Sylt-Ost und die dortige CDU wollten der Diskussion in der heutigen Gemeindevertretersitzung nicht vorgreifen und sich vorab nicht äußern.
Quelle Sylter Rundschau 11.09.2008
Erstellt am Donnerstag 11. September 2008
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