Archiv für September, 2008

„Der Verwaltungssitz gehört ins Rathaus“

Umfrage unter Sylter Organisationen und Parteien ergab ein absolut einhelliges Meinungsbild

Sylt

Es scheint alles entschieden. Eine Umfrage unter Sylter Politikern und Vertretern von Interessenverbänden ergab gestern, dass der künftige insulare Verwaltungssitz im Westerländer Rathaus und nicht in einem Neubau auf dem Flughafengelände untergebracht werden soll. Die offiziellen Entscheidungen in den Stadt- und Gemeindevertretungen stehen allerdings noch aus.

Katja Petersen Mitglied der “Bürgern für Sylt als Einheit”: “Wir haben das zwar noch nicht abschließend ausdiskutiert, aber unsere Tendenz geht in Richtung Rathaus. Das ist zentral gelegen, für alle Bürger gut erreichbar und wir finden es ganz wichtig, dass das alte, denkmalgeschützte Gebäude so weiterhin vernünftig genutzt wird.”

Gerd Nielsen, Vorstandsmitglied des gemeinsamen SPD-Ortsvereins Sylt-Ost und Westerland: “Wir haben uns einstimmig für das Rathaus ausgesprochen. Ausschlaggebend dafür ist die kalkulierte Einsparung von rund sechs Millionen Euro im Vergleich zum Neubau auf dem Gelände am Flugplatz und auch die gute Erreichbarkeit des Rathauses als Mittelpunkt der neuen Großgemeinde. Ein weiteres gewichtiges Argument ist die nicht geklärte Nachfolgenutzung des Rathauses.”

Jörg Ipsen, Vorsitzender des gemeinsamen SWG-Ortsvereins Westerland und Sylt-Ost: “Wir vertreten die Meinung, dass der Verwaltungssitz im Rathaus sein sollte. Einmal aus Kostengründen und dann auch weil ein Verwaltungssitz nun mal ins Zentrum gehört.”

Wolfgang Jensen, Vorsitzender der Westerländer CDU-Fraktion: “Unsere Fraktion ist einstimmig für den Verwaltungssitz im Rathaus. Dafür sprechen die zentrale Lage und die Finanzen. Die bisher noch unübersichtliche Haushaltssituation lässt gar keine andere Entscheidung zu.

Maria Andresen, Fraktionsvorsitzende der Grünen (Westerland): “Wir sind zwar energiepolitisch von dem Neubau begeistert, sind aus Kostengründen aber trotzdem für den Verwaltungssitz im Rathaus. Wir fordern aber, dass die Energiebilanz des Gebäudes unbedingt verbessert werden muss.”

Jörn Hauke Hoppe, Vorsitzender der Sylter Unternehmer (SU) und Cathrin Greuel, Vorsitzende des SU-Fusionsausschusses: “Wenn es nach uns ginge, gäbe es auf die Frage nach dem künftigen Verwaltungssitz nur eine Antwort und die lautet “Rathaus”. Gerade für repräsentative Zwecke ist das jetzige markante Westerländer Rathaus aufgrund seines historischen Charakters ideal. Außerdem mahnt unser Verein unbedingt Maß zu halten und die Kosten keinesfalls aus den Augen zu verlieren. Schließlich wird sich die neue Gemeinde einigen großen finanziellen Herausforderungen zu stellen haben.”

Heinz Maurus (CDU), Leiter der Kieler Staatskanzlei: “So eine Entscheidung hängt im wesentlichen von den Kosten ab und wenn eine innerstädtische Lösung kostengünstiger ist, sollte man diese Variante vorziehen.”Der Westerländer SSW wird dieses Thema erst in der kommenden Fraktionssitzung beraten.

Der SSW Sylt-Ost und die dortige CDU wollten der Diskussion in der heutigen Gemeindevertretersitzung nicht vorgreifen und sich vorab nicht äußern.

Quelle Sylter Rundschau 11.09.2008

Erstellt am Donnerstag 11. September 2008
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Strandpartys: Kein generelles Verbot

Umweltausschuss will „von Fall zu Fall“ entscheiden

Westerland

„Wir wissen alle, was wir für ein Theater hatten“, leitete Peter Erichsen, Vorsitzender des Umwelt-, Kleingarten- und Küstenschutzausschusses den Tagesordnungspunkt zur Entscheidung über Veranstaltungen an empfindlichen Küsten- und Strandregionen ein. Gemeint war die in die öffentliche Kritik geratene Bulgari-Party am Strandabschnitt „Oase zur Sonne“, für die Ende Juli Sandflächen planiert wurden, um darauf ein Zelt zu errichten. Und dieses „Theater“ könnte es auch in der Zukunft geben.Am Montag votierte der Ausschuss dafür „von Fall zu Fall und kurzfristig zu entscheiden, an welchem Strandabschnitt welches Ereignis“ geduldet wird. „Der Tourismus-Service wird hierfür eine Liste der Veranstaltungen des kommenden Jahres erstellen, wobei dann individuell Entscheidungen getroffen werden“, so der Ausschussvorsitzende.Dem Vorschlag von Bürgervorsteher Peter Schnittgard (CDU), an bestimmten besonders sensiblen Küstenbereichen Veranstaltungen jeglicher Art ganz zu verbieten, kam der Ausschuss damit nicht nach. Ursula Lunk-Lorek (SWG) warnte auch vor seltenen Genehmigungen: „Wenn wir es einmal zulassen, öffnen wir solchen Veranstaltungen Tür und Tor und haben so etwas dann alle zwei Wochen am Strand.“ Tourismusdirektor Douven hatte bereits angekündigt, an besagtem Abschnitt keinerlei Veranstaltungen mehr zuzulassen.Im Weiteren befasste sich der Ausschuss mit der Raumordnungsplanung in der ausschließlichen Wirtschaftszone auf See. Der Stellungnahme der Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste (SDN) wurde zugestimmt. Dabei sprach sich der Verein für eine „Bündelung und Konzentration (von Meereswindparks) auf wenige Standorte aus Gründen der Verkehrssicherheit, des Naturschutzes und der Wirtschaftlichkeit“ aus. Der Umweltausschuss betonte, dass die Windkraftanlagen die Durchfahrt für den Schiffsverkehr nicht beeinträchtigen dürften. 

Quelle Sylter Rundschau 03.09.2008 

Erstellt am Mittwoch 3. September 2008
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