Archiv für März, 2009

Gemeindevertreter danken für das Vertrauen

Die Kandidaten des CDU Ortsverbandes Gemeinde Sylt bedanken sich bei allen Wählern für das entgegen gebrachte Vertrauen. Das Wahlergebnis macht die Umsetzung der künftigen Aufgaben in der neuen Gemeinde nicht unbedingt einfacher, aber wir stehen zu diesen Aufgaben und werden die Sachthemen zum Wohl der neue Gemeinde Sylt in den Vordergrund stellen.

Kay Abeling, Karen Eckert,
Holger Flessau, Günther Frank,
Wolfgang Jensen, Carsten Kerkamm,
Peter Schnittgard, Hannelore Strauch
und Manfred Uekermann

Erstellt am Dienstag 31. März 2009
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Ergebnisse der Kommunalwahl 2009

Gemeinde Sylt:

Kommunalwahlergebnis:

SWG 32,5% (neun Sitze)

CDU 31,3% (neun Sitze) 

SPD 17,5% (fünf Sitze)

SSW 11,3% (drei Sitze)

Grüne 7,4% (zwei Sitze)

Wahlbeteiligung: 51,3%

Erstellt am Dienstag 31. März 2009
Unter: Allgemeines | Keine Kommentare »

CDU Gemeinde Sylt auf Twitter am 30.03.2009

  • Kommunalwahl Sylt: 4 Wahlkreise ausgezählt CDU 37,8%, SWG 26%, SPD 19,9%, SSW 10,4%, Grüne 6,0% #
  • Bürgermeisterwahl Sylt: Petra Reiber erreicht in den ersten 3 Wahlkreisen 67%. #
  • Kommunalwahl Sylt: nach 9 Wahlkreisen: CDU 32,9%, SWG 32,1%, SPD 17,2%, SSW 10,8%, Grüne 7% #
  • Bürgermeisterwahl Sylt: Frau Reiber erreicht aktuell 69,5%. #
  • Kommunalwahl Sylt: nach 12 Wahlkreisen: SWG 31,7%, CDU 31,1%, SPD 19,1%, SSW 10,8%, Grüne 7,4% #
  • Kommunalwahl Sylt: vorläufiges Endergebnis: CDU 31,3% SWG 32,5% SPD 17,5% SSW 11,3% Grüne 7,4% #
  • Kommunalwahl Sylt: Sitzverteilung: CDU 9 Sitze, SWG 9 Sitze, SPD 5 Sitze, SSW 3 Sitze, Grüne 2 Sitze #

Erstellt am Montag 30. März 2009
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CDU wirft Petra Reiber „Investitionsblockade“ vor

Beauftragte Bürgermeisterin weist Kritik als „Wahlkampf-Theater“ zurück

Kurz vor Kommunal- und Bürgermeisterwahl am kommenden Sonntag haben die CDU und ihr Bürgermeisterkandidat Robert Cordes die beauftragte Bürgermeisterin Petra Reiber scharf attackiert. Auf einer Wahlkampfveranstaltung in Archsum und in einer Presseerklärung warfen sie Reiber eine „Investitionsblockade“ vor.

Anlass ist die „vorläufige Haushaltsführung“ der Gemeinde Sylt, die bis zur Neuwahl von Parlament und Bürgermeister allein von Reiber geführt wird. Da es keinen rechtskräftigen Haushalt gebe, würden „fertig geplante und durchfinanzierte Projekte“ nicht realisiert. Dabei hätte Reiber durchaus die Möglichkeit, eine Haushaltssatzung zu erlassen und Investitionen zu tätigen, wie die CDU unter Hinweis auf Aussagen der Landesregierung betont. Kritisiert wird, dass Reiber „ohne Haushalt (…) zusätzliche Politessen einstellen will, um Knöllchen zu verteilen, aber Investitionen, die Arbeitsplätze (…) sichern, auf der Strecke bleiben“. Der Bundestagsabgeordnete Ingbert Liebing rügte, dass über Konjunkturprogramme „Milliarden-Beträge zur Verfügung gestellt werden, aber hier nicht einmal das vorhandene Geld in fertig geplante Projekte investiert wird.“

Gegenüber der Rundschau wies Reiber die Kritik als „Wahlkampf-Theater“ zurück. Sie habe in Übereinstimmung mit dem Gesetz und der Kommunalaufsicht gehandelt und sei vor allem an den Fusionsvertrag gebunden, „den man bei der Landesregierung offenbar nicht gelesen hat“. Darin sei ausdrücklich vereinbart, dass erst die neue Gemeindevertretung einen Haushalt verabschiede. „Gerade die CDU wollte das, weil sie befürchtete, ich würde Investitionsmaßnahmen für meinen Wahlkampf nutzen.“ Zudem hätte die Politik vor der Fusion so viele Projekte angemeldet, dass die Mittel bei weitem nicht ausreichten. Allein der Westerländer Haushaltsentwurf weist ein Defizit von zehn Millionen Euro auf.

Quelle Sylter Rundschau 25.03.2009

Erstellt am Mittwoch 25. März 2009
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Tinnumer Schule: Bauarbeiten verzögern sich

Ortsbeirat tagte zum Abriss der Fußgängerbrücke, zur Festwiese und dem Umzugstermin der Grundschüler

Tinnum

Die Bauarbeiten an der Tinnumer Boy-Lornsen-Grundschule werden nicht wie ursprünglich geplant zu Ostern beendet sein. Diese Erkenntnis brachte ein Sachstandsbericht in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates mit sich. In überschaubarer Runde – gleich mehrere Mitglieder fehlten entschuldigt – widmeten sich die verbliebenen Vertreter auch zwei weiteren „Problemfällen“: dem Abriss der Fußgängerbrücke sowie der Frage nach der weiteren Nutzung der Festwiese.

Der Reihe nach: In Bezug auf die Arbeiten an der Grundschule berichtete Manfred Uekermann (CDU), dass ihm Joachim Schweitzer mitgeteilt habe, die bis dato vorgesehene Planung, die Schule sei spätestens nach Ostern nutzbar, sei nicht aufrecht zu erhalten. Ein Umstand, den der Bauverwaltungsleiter auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte. „Es gibt zwar keine Probleme, aber bei Bauarbeiten ist es immer schwer, eine genaue Beendigung zu kalkulieren. Ich kann die Leute ja nicht mit der Peitsche zwingen, schneller zu arbeiten.“

Einen Schritt weiter hingegen ist man, was den Abriss der Fußgängerbrücke betrifft. Dieser war bereits vor einiger Zeit einstimmig beschlossen (wir berichteten), bis dato aber noch nicht umgesetzt worden. Nun allerdings steht der Abriss kurz bevor: „Die Summe für die Abrisskosten steht bereit“, erklärte der bei der Sitzung anwesende Leiter des Ordnungsamtes, Hans-Wilhelm Hansen. Durchgeführt werden soll die 44 000 Euro teure Maßnahme Anfang April.

Weit weniger Einigkeit als in Sachen Brücke, herrschte zunächst bei der Frage nach der weiteren Nutzung der Festwiese. Hatte man sich hier in der Vergangenheit bereits darauf geeinigt, dass auf dem Areal etwa drei bis vier kleinere Veranstaltungen pro Jahr stattfinden sollten, stellte Karl-Heinz Thomsen (SWG) zur Debatte, dass es sich dabei um „Tinnum-typische Veranstaltungen“ handeln solle. Nach langer Diskussion wurde einhellig der Beschluss gefasst, dass man die Zahl der Veranstaltungen unter dem Aspekt, die Festwiese nicht zu überbeanspruchen, keinesfalls erhöhen dürfe. Zuvor müsse zudem geprüft werden, ob die Veranstaltungen Sylter Bezug haben.

Quelle Sylter Rundschau 23.03.2009

Erstellt am Montag 23. März 2009
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CDU: Ohne Förderung der Wirtschaft geht gar nichts

Partei erwartet 35 bis 37 Prozent der Stimmen und den Status als stärkste Fraktion

Alles abgearbeitet: Die Niederlage der Sylt-Oster CDU bei der Kommunalwahl 2008 (knapp 14 Prozent Stimmenverlust) und die Kampagne der Westerländer gegen die dennoch vom Bürger gewollte Teilfusion.

Diese Themen gehören für Uwe Dau, Vorsitzender des Ortsverbands Sylt, sowie die Kandidaten Wolfgang Jensen und Peter Schnittgard zur Vergangenheit – auch wenn einer der Gründe für die Verluste im Osten bis heute als Rohbau auf dem Keitumer Kliff thront: Die Therme. Von den CDU-Politikern, die damals für ihren Bau stimmten, steht bei der kommenden Wahl nur noch der ehemalige Bürgervorsteher Manfred Uekermann auf der Kandidatenliste der Partei. Das Desaster sei damit inhaltlich natürlich noch nicht abgearbeitet, die entscheidenden Punkte aber benannt und wenn es nicht anders ginge, darüber herrsche Einigkeit, müsse eben geklagt werden. Jensen: „Wir brauchen in den Friesendörfern ein touristisches Angebot, aber keine Konkurrenz zur Sylter Welle.“ Ob dafür der Rohbau genutzt werden könne, oder ob er abgetragen werden müsse, auch diese Entscheidung gehöre zu den Herausforderungen der neuen Gemeindevertretung. Fakt sei aber, dass man sich den ursprünglich geplanten Betrieb mit den von Tourismuschef Peter Douven prognostizierten jährlichen Millionen-Verlusten nicht werde leisten können.

Apropos leisten. Bei Zielen wie Schaffung von Dauerwohnraum, Unterstützung der Vereine und einem Angebot für Sylter Jugendliche werden sich laut Schnittgard „alle Parteien treffen.“

CDU Gemeinde SyltDie Frage sei nur, was davon sich die Gemeinde leisten könne. Und das hänge, so Jensen, auch von Gewerbesteuereinnahmen und somit davon ab, wie gut es gelänge, Wirtschaftsförderung zu betreiben und den Tourismus weiter zu entwickeln. Hin zu mehr Qualität. Stichworte: Stärkeres Marketing, Qualifizierungen der Unterkünfte von Kleinvermietern, Ausweitung des Radwegenetzes, finanzielle Sicherheit für den Flughafen („Das heißt nicht, mehr Flugbewegungen“), der Parkhausbau östlich des Westerländer Bahnhofs…

Ziele, die der Partei, so schätzt ihr Fraktionsvorsitzender Jensen, 35 bis 37 Prozent der Stimmen und den Status der stärksten Fraktion bringen werden. Und es sind Ziele, für deren Erreichung sich die CDU einen Wirtschaftsfachmann als Bürgermeister wünscht: Den Kieler Bewerber Robert Cordes. Jensen: „Ohne die juristische Frage bei Themen wie der Keitum Therme abwerten zu wollen – aber die wirtschaftliche ist auch ganz wichtig.“

Quelle Sylter Rundschau 19.03.2009

Erstellt am Donnerstag 19. März 2009
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Robert Cordes: Der Traum von einem anderen Leben

buergermeisterkandidat_robert_cordesMan habe ihm schon Land- und Bundestagskandidaturen angeboten. Mit dieser Aussage wischt der Kieler Robert Cordes Mutmaßungen vom Tisch, er würde den Bürgermeisterposten der neuen Gemeinde Sylt als politisches oder berufliches Sprungbrett sehen. Er wünscht sich vielmehr „ein anderes Leben“.

Es wird so sein wie im September 2007. Als er mit Tochter Laura deren Möbel in einer Wohngemeinschaft in Friedrichshafen am Bodensee aufgebaut hatte und sich im leeren Auto auf den Heimweg nach Kiel machte. Da war Robert Cordes (52) froh, alleine zu sein: „Es war gut, dass ich eine Sonnenbrille aufsetzen konnte und mit niemandem reden musste.“ Zwar hätten seine Frau und er beide Kinder immer ermuntert, „in die Welt hinaus zu ziehen“, aber als sich die Tochter einen Studienort aussuchte, der mehr als 900 Kilometer von zu Hause entfernt war, hatte Cordes dann doch zu knapsen.

So ähnlich könnte es dem Bürgermeisterkandidaten auch gehen, wenn er Ende März zum neuen Verwaltungschef der Gemeinde Sylt gewählt würde. Denn dass der gebürtige Kieler Haus und Hof, Eltern und Schwester, seine Firma und eine gut funktionierende Nachbarschaft („Mit dem Sohn der Familie von nebenan habe ich schon mal beim Sylter Weihnachtsbaden mitgemacht“) ohne eine Träne im Knopfloch aufgeben würde, das glaubt niemand, der ihn je über seine Heimatstadt hat reden hören. Er war Hotelmanager in Hannover und Südafrika („Obwohl meine Eltern und Schwiegereltern weinend am Flughafen standen“), kehrte aber immer wieder nach Kiel zurück.

Warum strebt er jetzt einen erneuten Abschied an? Cordes grinst ein bisschen schief: „Wenn man nicht bereit ist, etwas los zu lassen, kommt man im Leben nicht weiter.“ Das gelte für die eigenen Kinder genauso wie für einen Wohnort. Besonders, wenn die Alternative so attraktiv sei wie Sylt: Flaches Land und richtige Brandung. Dazu die Vorstellung von einem anderen Leben. Als Berater für Hoteliers und Gastronomen fährt Cordes 50 bis 60 000 Kilometer im Jahr, steht, wenn ein Termin auf Usedom anliegt, morgens um vier Uhr auf und hat abends meistens auch noch irgendeine politische Sitzung. „Für meine Frau wäre es eine Umstellung, wenn wir nach Sylt kämen und ich schon durch die kürzeren Wege öfter zu Hause wäre.“ Ein bisschen mehr Zeit auch zum Joggen („seit 2002 jedes Jahr ein Marathon“), zum Zeitunglesen („Kieler Nachrichten, Wirtschaftswoche, mal den Spiegel – obwohl er meiner politischen Richtung nicht entspricht“), einfach nur zum Luftholen.

Ein bisschen vielleicht auch, um die letzte Kommunalwahl zu verarbeiten? Das vermuten Weggefährten aus Kiel. Sie loben Cordes’ Verlässlichkeit, sagen, er sei „menschlich einwandfrei“, „ein solider Arbeiter“, „sehr versiert“ und „umgänglich“. Aber dass seine Pläne für den Kieler Flughafenausbau („Er war das CDU-Gesicht für die Erweiterung“) scheiterten, sei für ihn eine herbe Enttäuschung gewesen. Dazu käme, dass seine Partei, deren Fraktionsvorsitzender er seit 2006 ist, bei der Wahl 2008 nach zuvor großen Zuwächsen satte 17 Prozent der Stimmen verlor. „Das könnte ihn frustriert haben.“ Cordes hält dagegen, dass man sich mit den in Kiel erforderlichen Haushaltskonsolidierungen „nun mal keine Freunde machen konnte“.

Vielleicht warf es bei ihm aber die Frage auf, wofür tue ich das alles? Warum führe ich ein eigenes Beratungsbüro und opfere rund 24 Stunden pro Woche für politische Ehrenämter? Weil, so sagt er, zu wenig Menschen mit wirtschaftlichem Sachverstand in der Politik sind.

Für den Bürgermeisterposten qualifiziere ihn, dass er politisch denken sowie kaufmännisch handeln könne und nach elf Jahren in der Ratsversammlung verwaltungserfahren sei.

Dass er sich engagiert, sich in eine Sache richtig „rein hängt“, das sieht man an seinem Wahlkampf: 400 Sylter Haushalte hat er bisher besucht, 1 000 sollen es bis zur Wahl noch werden. Er klingelt, stellt sich vor, fragt, wo der Schuh drückt („zu wenig Aktivitäten für Jugendliche, bezahlbarer ÖPNV, Seniorenbetreuung, fehlende Transparenz bei Entscheidungen, besonders im Baurecht…“) und wirbt um eine hohe Wahlbeteiligung sowie natürlich um Stimmen für sich. Kämpfen, das liege ihm. Und ausdauernd ist er als Marathonläufer sowieso. Schließlich habe er sich in diesem Jahr noch zu keinem Lauf angemeldet: „Stattdessen mache ich Wahlkampf.“

In Kiel heißt es, man merke, dass Cordes wirklich nach Sylt wolle: „Er scheint viel auf der Insel zu sein und sich um seine Kandidatur zu kümmern.“

Quelle Sylter Rundschau 12.03.2009

Erstellt am Donnerstag 12. März 2009
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