Schutz der Bevölkerung als oberstes Gebot

CDU-Fraktion spricht sich für Erhalt der Halle 28 als Katastrophenschutz-Zentrum und neue Feuerwache aus

Im Vorfeld der heutigen Beratung im Feuerschutzausschuss (19 Uhr, Rathaus) über die Zukunft der Westerländer Feuerwache plädiert die CDU-Fraktion nicht nur entschieden für einen Neubau am Flughafen, sondern fordert zugleich den Erhalt der Halle 28 auf dem Fliegerhorst als insulares Katastrophenschutz-Zentrum. „Hier geht es nicht allein ums Geld, sondern um den größtmöglichen Schutz der Bevölkerung durch bestmögliche Einsatzbedingungen für Mensch und Geräte“, erklärten die Fraktionsspitzen nach ihrer Sitzung am vergangenen Donnerstag.

Nach Ansicht der CDU müssen die Themen Feuerwache und Katastrophenschutz-Zentrum im Zusammenhang betrachtet werden, da beides im Ernstfall Hand in Hand funktionieren muss. Während sich beim Thema Feuerwache ein breiter politischer Konsens für einen Neubau am Rande des Flughafens abzeichnet, hat die Gemeindevertretung den Abriss der Halle 28 bereits beschlossen. Die am 12. September gegen die Stimmen der CDU gefällte Entscheidung, vom Abriss des Fliegerhorstes lediglich die Sportstätten auszunehmen, sollte nach Auffassung der Christdemokraten unbedingt noch einmal überdacht werden.

Ihren neuerlichen Vorstoß begründen sie mit „neuen Fakten“, die ihnen von den Initiatoren einer insularen Katastrophenschutzhalle unterbreitet wurden. Danach befindet sich die denkmalgeschützte Halle dank des ehrenamtlichen Einsatzes von DRK und Feuerwehr in einem betriebsbereiten Zustand. 100 Menschen könnten im Evakuierungsfall sofort untergebracht und versorgt, weitere 500 Betten aufgestellt werden. Der Erhalt und weitere Umbau der Halle würde nicht nur eine Ersparnis in Millionenhöhe gegenüber einem Neubau bedeuten, sondern auch einen großen Zeitgewinn. Zudem hätten Vertreter des Bundes bereits signalisiert, ein entsprechendes Katastrophenschutz-Konzept als Pilotprojekt zu unterstützen, so dass nicht mit Nachforderungen für die weitere Nutzung zu rechnen sei.

Quelle Sylter Rundschau 05.10.2009

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