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Fraktionsbericht zur Mitgliederversammlung am 11.02.2010

Liebe Parteifreunde,
meine Damen und Herren,

mein Bericht wird sich auf einige wesentliche Themen beschränken.

Der Zusammenschluss der 3 Gemeinden Rantum, Sylt-Ost und Westerland zur Gemeinde Sylt ist mit vielen Aufgaben verbunden, die bis heute noch nicht alle umgesetzt sind. Nicht nur die Verwaltung sondern auch die Selbstverwaltung ist hier stark gefordert.

Nicht nur die CDU als Partei sondern auch die CDU als Fraktion musste sich neu ausrichten. Ich glaube wir haben die Zusammenführung gut gemeistert, das hat auch nicht zuletzt die gute Atmosphäre unserer vorweihnachtlichen Fraktionssitzung gezeigt.

Mit durchschnittlichen 3 Fraktionssitzungen  pro Monat hat die Fraktion ein hohes Arbeitspensum erledigen müssen. Da die 3 Kommunen unterschiedlich strukturiert waren, war und ist es nicht immer einfach, die notwendigen Beschlüsse herbeizuführen. Die Kompetenz, die Sachlichkeit in den Diskussionen und die Verantwortung gegenüber unseren Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Sylt haben uns zu vernünftigen Entscheidungen geführt.

Bei allen unterschiedlichen Standpunkten ist es wichtig, dass wir uns verinnerlichen, der Tourismus muss bei uns ganz oben stehen. An ihm hängt unsere einzige Erwerbsquelle und somit unsere gesamte Wirtschaft mit ihrem Unternehmen, den Arbeitskräften und die Ausstattung des Gemeindehaushaltes. Unser gut funktionierender Tourismusbetrieb mit seinem Personal muss uns wichtig sein. Er ist eine wesentliche Verbindung zwischen unseren Gästen und allen Gastgebern.  Die Wirtschaftsförderung unserer Unternehmen und Gastgebern, der Service an unseren Gästen durch den ISTS und die Gemeinde ist somit Leistung, die für uns alle einen hohen Stellenwert haben muss.

Die eigenständige touristische Ausrichtung der einzelnen Orte mit ihrer Vielfalt ist der CDU genauso wichtig wie die ehrenamtliche Tätigkeit in allen Orten. Vereine, Verbände, Schule, Kita und Sport haben neben dem Wohnungsbau für uns einen hohen Stellenwert. Um aber die Förderung weiter aufrecht erhalten und die notwendigen Investitionen tätigen zu können, bedarf es gesunder Finanzen.

Somit komme ich zum Haushalt der Gemeinde Sylt. Er ist mehr als angespannt. Der
Verwaltungshaushalt ist so aufgebläht, dass er dem Vermögenshaushalt kaum mehr Luft zum Atmen lässt. Das heißt, dass dem Vermögenshaushalt kaum noch Mittel für notwendige Investitionen zugeführt werden können (2010 bisher 1,5 Mio. freier Finanzspielraum). Ob die vom Kämmerer angenommene Verbesserung 2009 in Höhe von 600.000 Euro - bereits im Haushalt 2010 berücksichtigt – erreicht wird, ist mehr als fraglich. Die Gewinnabschöpfung der EVS  über den ISTS haben sich von 2.5 Millionen auf 1.3 Millionen reduziert. Der notwendige Zuschuss zum Schulverband ist auf 1.5 Millionen Euro gestiegen. Ich gehe davon aus, dass er bei den geplanten Investitionen noch weiter steigen wird.. Die Personalkosten haben bei einer Planstellenzahl von 229 ein Volumen von über 10.5 Millionen Euro. Hier ist
höchstens mittelfristig eine sozial verträgliche Änderung möglich. In der heutigen Zeit hoher Arbeitslosigkeit haben wir eine große soziale Verantwortung auch unser Jugend gegenüber, die eine Perspektive braucht, um ihre Zukunft gestalten zu können. Deshalb halte ich den Beschluss den die GV auf Vorschlag der CDU im Finanzausschuss getroffen hat für gut, dass Verwaltung und Selbstverwaltung im Hauptausschuss über frei werdende Planstellen gemeinsam beraten und entscheiden, und nicht eine pauschale 10 % Kürzung der Stellen oder der Personalkosten beschlossen haben. In diesem Zusammenhang ist es allerdings
kontraproduktiv von den Gewerkschaften überhöhte Lohnforderungen zu stellen, die die Kommunen zwingt, Überlegungen anzustellen wie sie die zusätzlichen Mittel aufbringensoll. Da es kaum mehr Einsparungsmöglichkeiten gibt, wird sie auch über Stellenabbau nachdenken müssen und das ist der schlechteste Weg und kann auch nicht im Interesseder Arbeitnehmer sein.

Auf Rücklagen können wir nicht mehr zurückgreifen, da sie aufgebraucht sind. Wir haben ca. 1.3 Millionen in der freien Rücklage für ungewissene Risiken. Das ist für die Größe der Gemeinde Sylt kaum ausreichend. Die gebundene Rücklage hatte Anfang des Jahres ein Volumen von 3.796.000 Euro von denen die Rücklage für die juristische Auseinandersetzung der Therme in Höhe von 2.5 Millionen Euro bereits aufgebraucht ist.

Ein Wort zur Therme. In der Auseinandersetzung Arge-Keitum-Therme ist ein Schiedsspruch ergangen, gegen den die Gemeinde keine Rechtsmittel eingelegt hat. Mit Anwalts- und Gerichtskosten sind es an die 2.5 Millionen. Ebenfalls ist die 2. Auseinandersetzung auf Herausgabe des Grundstücks zu Gunsten der Gemeinde abgeschlossen worden. Inwieweit die hierfür im Haushalt bereitgestellten Mittel von 270.000 Euro für Anwalts- und Gerichtskosten ausreichen, werden wir sehen. Danken möchte ich hier Carsten Kerkamm, der als stellvertretender Bürgermeister großen Anteil an den erfolgreichen Abschluss der Verfahren hatte. Ob noch weitere Ansprüche bestehen oder Aussicht auf Erfolg haben, wird zur Zeit geprüft.

Wir sehen jedenfalls Licht am Ende des Tunnels. Die CDU Aussage, dass wir eine hochwertige touristische Einrichtung in Sylt-Ost benötigen, die nicht zur Konkurrenz anderer Einrichtungen der Gemeinde Sylt und des ISTS steht, hat für uns hohe Priorität. Alleine  wird die Gemeinde es aber kaum schaffen. Die Verschuldung der Gemeinde ohne KLM liegt derzeit bei ca. 5 Millionen Euro.
Hinzu kommen die Investitionsrückforderungen des Landes und die Darlehen des Landes für die Therme. Wie hoch hier der genaue Liquiditätsbedarf ist, wird die für 2006 - 2008 Sonderprüfung zeigen. Mit Feststellung der Jahresabschlüsse durch die Gemeinde Sylt muss der touristische Eigenbetrieb aufgelöst und mit dem ISTS verschmolzen werden. Die Verluste die durch Wertberichtigungen und Abschreibungen sowie Verbindlichkeiten entstehen, müssen von der Gemeinde Sylt getragen werden. Ich hoffe wir kommen in naher Zukunft hier zum Ende, und können uns um die zukünftigen Aufgaben der Gemeinde kümmern.

Wolfgang Jensen, CDU-Fraktionsvorsitzender der Gemeinde Sylt
11.02.2010

Erstellt am Donnerstag 11. Februar 2010
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CDU fordert den Erhalt der Eisbahn

Noch ist das letzte Wort über die Eisbahn nicht gesprochen.

So die einstimmige Meinung der CDU der Gemeinde Sylt. Es ist eines der ganz wenigen winterlichen Angebote auf dieser Insel, dass für Jung und Alt gleichermaßen eine Bereicherung des Freizeitangebotes darstellt, plädieren Uwe Dau als Vorsitzender und Wolfgang Jensen als Fraktionsvorsitzender der CDU für die Fortsetzung im Jahre 2011.

Auch Peter Schnittgard als Vorsitzender des Schul-, Jugend-, Kultur- und
Sportaussschuss wird die bedrückende Mitteilung der Streichung zum Anlaß nehmen diesen Punkt in der nächsten Sitzung des Fachausschuss zu beraten.

Noch ist das letzte Wort nicht gesprochen, gibt er seinen Optimismus nicht auf. Er muss es ja eigentlich so sehen, hat er sich mit dem ehrenamtlichen Öffnungserhalt der Schwimmhalle in List, zusammen mit TSV, TV Keitum und DLRG Sylt und der hervorragenden Unterstützung der Sylter Gemeinden schon einmal verantwortlich gezeigt.

Wenn auch der ISTS aus touristischen und finanzwirtschaftlichen bisherigen

Situation solche Schwierigkeiten sieht, ist das eine Seite der Medaille. Das kann aber nicht gleichbedeutend sein für die Gemeinde Sylt, da sind sich die CDU Vertreter einig.

Unser gemeinsames Anliegen muß sein eine Lösung zu favorisieren, die mittel- und langfristig Garantien hat. Denn, so weiter im gestellten Antrag der Christdemokraten, diese Eisbahn gehört zu den wenigen insularen Angeboten im Winter für die Sylter. Und zwar für jung und Alt. Auch um etwas Besonderes für die Freizeit und Kultur, für das Miteinander und als gesunde Begegnungsstätte.

Wenn alle an einem Strang ziehen, so die CDU, dann muß es möglich sein das Finanzielle über Bezuschussung, Frderung, Spenden und Sponsoren erträglicher zu
gestalten. Aber eben wichtig, auch zu erhalten. Gleichermaßen ist wohl eine Mischfinanzierung erforderlich.

Zwischen touristischen Dienstleistern, Sylter Wirtschaftsbetrieben und Organisationen und den Gemeinden der Insel Sylt, appellieren Dau, Jensen, Schnittgard und die Fraktion an die Verantwortlichen in Politik, Verwaltung und Wirtschaft.

Die CDU wird einen entsprechenden Antrag zur Beratung in der Gemeindevertretung und den Gremien stellen.

Uwe Dau, 18.01.2010

Erstellt am Dienstag 19. Januar 2010
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Schutz der Bevölkerung als oberstes Gebot

CDU-Fraktion spricht sich für Erhalt der Halle 28 als Katastrophenschutz-Zentrum und neue Feuerwache aus

Im Vorfeld der heutigen Beratung im Feuerschutzausschuss (19 Uhr, Rathaus) über die Zukunft der Westerländer Feuerwache plädiert die CDU-Fraktion nicht nur entschieden für einen Neubau am Flughafen, sondern fordert zugleich den Erhalt der Halle 28 auf dem Fliegerhorst als insulares Katastrophenschutz-Zentrum. „Hier geht es nicht allein ums Geld, sondern um den größtmöglichen Schutz der Bevölkerung durch bestmögliche Einsatzbedingungen für Mensch und Geräte“, erklärten die Fraktionsspitzen nach ihrer Sitzung am vergangenen Donnerstag.

Nach Ansicht der CDU müssen die Themen Feuerwache und Katastrophenschutz-Zentrum im Zusammenhang betrachtet werden, da beides im Ernstfall Hand in Hand funktionieren muss. Während sich beim Thema Feuerwache ein breiter politischer Konsens für einen Neubau am Rande des Flughafens abzeichnet, hat die Gemeindevertretung den Abriss der Halle 28 bereits beschlossen. Die am 12. September gegen die Stimmen der CDU gefällte Entscheidung, vom Abriss des Fliegerhorstes lediglich die Sportstätten auszunehmen, sollte nach Auffassung der Christdemokraten unbedingt noch einmal überdacht werden.

Ihren neuerlichen Vorstoß begründen sie mit „neuen Fakten“, die ihnen von den Initiatoren einer insularen Katastrophenschutzhalle unterbreitet wurden. Danach befindet sich die denkmalgeschützte Halle dank des ehrenamtlichen Einsatzes von DRK und Feuerwehr in einem betriebsbereiten Zustand. 100 Menschen könnten im Evakuierungsfall sofort untergebracht und versorgt, weitere 500 Betten aufgestellt werden. Der Erhalt und weitere Umbau der Halle würde nicht nur eine Ersparnis in Millionenhöhe gegenüber einem Neubau bedeuten, sondern auch einen großen Zeitgewinn. Zudem hätten Vertreter des Bundes bereits signalisiert, ein entsprechendes Katastrophenschutz-Konzept als Pilotprojekt zu unterstützen, so dass nicht mit Nachforderungen für die weitere Nutzung zu rechnen sei.

Quelle Sylter Rundschau 05.10.2009

Erstellt am Montag 5. Oktober 2009
Unter: Berichte, Presse | Keine Kommentare »

Investitionsanforderungen der Gemeinde Sylt

Neubau Feuerwache Flughafengelände 7.000.000 Euro
Um- und Neubau Verwaltungsgebäude 10.000.000 Euro
Abbruchkosen Marinefliegerhorst 2.500.000 Euro ?
Oberflächenentwässerung 2. Abschnitt 4.000.000 Euro
Parkraum am Bahnhof (Schwennsen) 1.000.000 Euro ?
Diverse Straßenbaumassnahmen 2.500.000 Euro ??
Verpflichtung Wobau Süd jährlich 854.000 Euro
__________________
Zwischensumme 27.854.000 Euro
jährlich lfd. Investitionen 2.146.000 Euro ??
Summe 30.000.000 Euro

Die Kosten Therme sind hier noch nicht beziffert. Hierfür müssen notwendige Rücklagen gebildet werden. In der zweckgebunden Rücklage der Gemeinde Sylt sind bisher für laufende Rechtstreitigkeiten 2.5 Millionen Euro eingestellt. Hinzu kommen sicherlich noch Zuschussrückzahlungen des Landes ca. 3.000.000 Euro und ein laufendes Darlehen der Gemeinde geführt beim Eigenbetrieb Kurverwaltung über  5.500.000 Euro.
Hinzu kommen eventuell weitere Schadenersatzleistungen in nicht bekannter Höhe.
Meines Erachtens muss die notwendige Rücklage bei weit über 10.000.000 Euro liegen um vor unliebsamen Überraschungen annähernd gerüstet zu sein.

Das neue Finanzierungsvolumen liegt also bei weit über 40.000.000 Millionen Euro. Hinzu kommen die bereits vorhandene Schuldenlast in Höhe von ca. 8.000.000 Euro.

Wir sprechen von einer Gesamtverschuldung von ca. 50.000.000 Euro oder mehr. Kaum eine der hier genannten Investitionen bringt Ertrag – anders ausgedrückt ist wirtschaftlich und trägt sich selbst – Der gesamte Schuldendienst in Höhe von 3.000.000 Euro ?? muss von der Gemeinde getragen werden. Es wird noch einige Zeit brauchen, bevor eine Finanzplanung der nächsten Jahre aufgestellt werden kann, die auch eine Aussagekraft hat.

Wie für eine Finanzierung dieser Größenordnung der Schuldendienst von der Gemeinde getragen werden soll ist nicht nachvollziehbar. Für jährlich laufende Investitionen und einer freien Rücklage für unvorhergesehene Risiken müssen Mittel vorhanden sein.

Der Verwaltungshaushalt 2009 kann nur durch die gesamte Gewinnentnahme - aus dem Steuerverbundmodell – von der STS GmbH 2.500.000 Millionen Euro getragen werden.
Abzüglich des bisherigen Schuldendienstes (ca. 500.000 Euro) können dem Vermögenshaushalt ca. 2.000.000 Euro für Investitionen zugeführt werden.

Um zukünftig die Gewinnentnahme aus dem STS gewährleisten zu können, ist es notwendig, dass das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der STS GmbH mindestens ausgeglichen gestaltet werden kann. Hierzu sind Preisanpassungen (Wertverlust) bitter notwendig. Der Geschäftsführer hat auf diese Notwendigkeit in der Vergangenheit immer hingewiesen. Auch hier möchte ich auf eine notwendige Rücklagenbildung für zukünftige Investitionen hinweisen. Allerdings kann die Gewinnentnahme auch nur erfolgen, wenn die Beteiligungserträge der EVS nicht einbrechen.

Der 1. Nachtrag 2009 wird zur Konsolidierung beitragen. Er wird mehr Aussagekraft haben und genauer aufzeigen ob die Ansätze des 1. Haushaltes der Gemeinde Sylt richtig waren und sie entsprechend anpassen. Nach ersten Erkenntnissen wird die Haushaltslage sich nicht verbessern. Deshalb sollten Entscheidungen mit großen finanziellen Auswirkungen erst nach Beschlussfassung des 1. Nachtrages getroffen werden.

Abzuwarten bleibt auch, ob die Steuereinnahmen zukünftig etwa gleich bleiben. Bund und Land haben sie bereits angepasst. Ebenfalls hört man vom Städtebund einen sehr hohen Rückgang bei den Gewerbesteuererträgen. Hier muss sicherlich vorsichtig agiert werden.

Wir müssen Prioritäten setzen, welche Maßnahmen zuerst angepackt werden müssen.
Hier erwarte ich das Verständnis aller. Es kann nicht alles sofort umgesetzt werden.
Auf die Selbstverwaltung kommen wichtige Entscheidungen zu. Ich bin aber sicher, dass sie zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger verantwortungsvoll entscheiden werden.

Die hier genannten Investitionen sind die bisher von Selbstverwaltung und Verwaltung bisher kurzfristig benannt. Sie müssen nicht vollständig sein. Es gehören sicherlich noch weitere aus den einzelnen Ortsteilen und aus dem Fusionsvertrag hinzu. Sie haben sicherlich auch Priorität. Ich bitte es mir nachzusehen wenn ich sie hier nicht aufgeführt habe und um eine entsprechende Mitteilung.

Nennen möchte ich hier die wichtigen Beschlüsse des Schulverbandes, die sowohl zukünftig Verwaltungshaushalt und Vermögenshaushalt in bisher noch nicht bekannter Höhe belasten werden.

Wolfgang Jensen, Finanzausschussvorsitzender

Sylt, den 24.07.2009

Erstellt am Donnerstag 20. August 2009
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Bericht über den Haushalt 2009

Beratung des Finanzausschusses am 13.05.2009

Herr Bürgervorsteher, Frau Bürgermeisterin, meine Damen und Herren der Gemeindevertretung,

der Finanzausschuss hat sich in seiner Sitzung am 13.05.2009 ausführlich mit dem Haushaltsentwurf 2009 befasst. Ich möchte Ihnen folgende Erläuterungen zu der Vorlage geben:

Erste Ausführungen siehe erste weiße Seiten Haushalt.

Die umsichtige Planung der Kämmerei, die sachliche Beratung der Verwaltung und Selbstverwaltung, die fachgerecht Entscheidung der Selbstverwaltung des FA hat es ermöglicht der Gemeindevertretung einen Haushalt 2009 zur Beschlussfassung vorzulegen, der neben der zweckgebundenen Rücklage in Höhe von 4.611.000 Euro auch eine notwendige freie Rücklage von 1.348.000 Euro ausweist. Möglich ist es allerdings nur durch umfangreiche Streichungen und einer Entnahme in Höhe von 2,5 Millionen Euro aus dem Gewinnkapitalkonto des STS. Mit 2.500.000 Millionen € ist die gebundene Rücklage mit über der Hälfte von der Thermenabwicklung ausgefüllt. Hinzu kommen 839.000 € für den Wohnungsbau.

Im Verwaltungshaushalt sind Streichungen in Höhe von ca. 20 % der Ansätze vorgenommen worden. Nicht gekürzt wurden die Schul und Kita Ausgaben sowie auch nicht die Zuschüsse
von Vereine, Verbände und Kulturelle Einrichtungen. Durch Kürzungen und die Entnahme beim STS kann der Verwaltungshaushalt dem Vermögenshaushalt neben der Pflichtzuführung in Höhe von 267.800 Euro 1.975.900 Euro als freien Finanzspielraum zuführen. Wesentliche Bestandteile des Verwaltungshaushaltes sind u.a. die Personalausgaben. Der Stellenplan mit 225,11 Stellen verzehrt 10.482.800 Euro. Die Anzahl im Vorjahr laut Stellenplan betrug 216,29 die tatsächliche Besetzung am 30.06. des Vorjahres betrug 207.95 Stellen.Es bedeutet eine Steigerung von 8,82 Stellen. U.a. hat die GV Sylt-Ost die Schulen um 3 Stellen aufgestockt. Westerland hat eine zusätzliche Stelle für die Bauaufsicht beschlossen, die sich durch Gebühren zum Teil refinanzieren soll. Die Überwachung des ruhenden Verkehr ist um 4,25 Stellen aufgestockt worden. Die Refinanzierung ist hier noch nicht ausreichend dargestellt. Im Bauhof sind weitere 2,50 Stellen für die Gartenanlagen Rantum und die Straßenunterhaltung geschaffen worden. Sie sollen sich refinanzieren indem die Fremdvergabe eingeschränkt wird. Ein Kfz-Mechaniker soll auf Grund von Mehrarbeit eingestellt werden. Die Thermenabwicklung ist mit 533.000 € veranschlagt. Die Umlagen für den Kreis verschlingen fasst 9.5 Millionen Euro. Die wesentlichen Steuer- sowie Abgabenerträge betragen 23.627.200 € (u.a. Gewerbesteuer 9.3 Mill., Grundsteuer 3.535 Mill., Einkommensteuer 4.664 Mill., Zweitwohnungssteuer 3.435 Mill. €). Die Konzessionsabgabe der EVS beläuft sich auf 1.250.000 €.

Neben der Zuführung vom Verwaltungshaushalt müssen der Rücklage 7.350.100 € entnommen werden um die Investitionen im Vermögenshaushalt ausgleichen zu können.
Für Inventar werden 719.500 € aufgewandt. Die Baukosten betragen 8.996.100 €. Zuweisungen für Investitionen 1.114.000 €. Wesentlicher Teil sind u.a. Nordkampschule 260.000 €, Grundschule Tinnum 2.407.000 €, Parkraumerweiterung Bahnhof 164.000 €,

Oberflächenentwässerung 3.650.000 €, Wohnungsbau Süd. 854.000 € (Entnahme Resttilgung STS = 646.000 €, Umbau Inselverwaltung Bahnweg = 200.000 €, Verwaltungsumbau und Umsiedlung Feuerwehr OT Westerland 900.000 €.

Die Schulden sollen Ende 2009 ohne KLM + STS 8.151.926 € betragen.

Alles weitere entnehmen sie bitte der Vorlage.

Als Gesamtaussage festzuhalten ist, dass die Haushaltslage in der nahen Zukunft sicherlich
nicht einfacher wird und ein vorsichtiges Handeln erfordert. Die Finanz- und Wirtschaftskrise sowie die neuen Steuerschätzungen mit Ihren Ausfällen für Bund, Land und Kommunen geben uns unser Handeln vor. Trotzdem möchte ich anmerken, dass die Gemeinde Sylt gut gerüstet ist und mit ihrer umsichtigen Haushaltsführung diese schwierige Zeit gut überwinden wird.

Der Finanzausschuss empfiehlt der Gemeindevertretung Sylt die Haushaltssatzung und den Haushaltsplan 2009 zu genehmigen.

Wolfgang Jensen, Finanzausschussvorsitzender
Sylt, den 28.05.2009

Erstellt am Samstag 6. Juni 2009
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